Hausärzteverband Hessen

Interner Bereich

Pressemitteilung des Vorstands des Hausärzteverbandes Hessen 2017

Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen hat hastig und ohne Not am 25.3.17 gegen den Widerstand der Hausärzte eine neue Zusatz-Weiterbildung „ambulante Geriatrie“ beschlossen.

Diese Zusatz-Weiterbildung beinhaltet u.a. eine 160-stündige Pflichtweiterbildung zu geriatrischen Inhalten, die längst in der Weiterbildungsordnung zum Facharzt für Allgemeinmedizin enthalten sind.

Seit Jahrzehnten erfolgt die zuverlässige und zeitnahe Versorgung sowie die Koordination der Betreuung älterer Patienten durch ihre vertrauten Hausärztinnen und Hausärzte. Mit der neuen Zusatz-Weiterbildung „ambulante Geriatrie“ wird die ambulante Versorgung unnötig und leichtfertig in weitere Subspezialitäten zersplittert.

Denn auch bei dieser Zusatz-Weiterbildung zum „ambulanten Geriater“ fehlt bisher das Wesentliche: die verpflichtende Erfahrung der Betreuung von multimorbiden Patienten und ihren Familien zu Hause und in Pflegeheimen.

Damit wird die Versorgung im ambulanten Bereich in keiner Weise verbessert, sondern die geriatrischen Patienten werden zum Spielball von berufspolitischen Interessen, z.B. von Einzelpersonen des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI).

Zur Verbesserung der Behandlung geriatrischer Patienten haben Hausärzte ganz aktuell eine fundierte Leitlinie erstellt. Diese ist zukünftig der Maßstab für alle, die ambulante geriatrische Patienten behandeln – auch und gerade für Subspezialisten.
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