Hausärzteverband Hessen

Interner Bereich

Hausärzteverband Hessen

Pressemitteilung zu Coronaimpfung in Hausarztpraxen

17.11.2045

                       04.03.2021

Wir dürfen das Ziel nicht aus den Augen verlieren.
Oder – Wiesbaden sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht!

Es ist unverständlich, dass sich die Politik in Hessen in administrativen Abläufen verstrickt und zunehmend das Ziel der dringend erforderlichen Herdenimmunität aus den Augen verliert. Beim Aufbau der Impfzentren wurde vom Innenministerium eine überbordende Bürokratie eingeführt, die jetzt eine zügige Impfung der hessischen Bevölkerung verhindert. Tausende Impfungen lagern in den Kühlschränken der Impfzentren, statt unter der impfwilligen Bevölkerung verabreicht zu werden. Über 50.000 Menschen aus der Priorisierungsgruppe 1 sind noch immer nicht geimpft.

Der Hausärzteverband Hessen fordert eine sofortige Einbindung der
hessischen Hausärzte in die Landesimpfstrategie.

Die sehr zögerliche Umsetzung der Einbindung zur Impfung der niedergelassenen Ärzt*Innen sorgte dafür das Hessen im bundesweiten Benchmark auf dem letzten Platz steht. Die Politik wird sich die Frage gefallen lassen müssen, warum sie jetzt bei steigender Fallzahl der gefährlichen britischen Mutation, immer noch fahrlässig
Zeit verstreichen lässt.

Dabei müssen wir uns nur an der in den letzten Jahren gängigen Praxis der Grippeimpfungen orientieren. Letztes Jahr haben die niedergelassenen Ärzte in Deutschland innerhalb von Wochen 25 Millionen Impfdosen verimpft. Ohne aufwändige Bürokratie und ohne Überlastung des Gesundheitssystems. Statt von dieser jetzt so dringend erforderlichen Ressource Gebrauch zu machen wird den Hausärzten in Hessen mit einer lebendfernen Bürokratie der Impfmeldungen eine Etablierung der Impfungen gegen das neue Coronavirus unmöglich gemacht.

Dabei gibt es hier keine fachlichen Gründe für diese Verzögerungstaktik. Im Gegenteil. Alle Fragen zur Lagerung, Anwendung, Zubereitung und Verimpfung sind längst gelöst und in den Hausarztpraxen problemlos umzusetzen. Die entsprechenden Impfmeldungen an das Robert-Koch-Institut sind bürokratiearm möglich. Die hessische Politik scheint das Ziel aus den Augen verloren zu haben. Es geht letztlich um den Schutz von Menschenleben, sowie die einzige Option zur Rückkehr zur Normalität. Dies ist unstrittig nur durch eine
schnelle Durchimpfung zu erreichen.

Im Namen des Hausärzteverband Hessen
Armin Beck (1. Vorsitzender)

 



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