Hausärzteverband Hessen

Interner Bereich

Hausärzteverband Hessen

Regresse behindern die Basisversorgung

06.05.2021

Der Hausärzteverband Hessen hält die im Bereich der Sozialgesetzgebung üblichen Regressverfahren für gewollt abschreckend,  kontraproduktiv und für die Patientenversorgung hinderlich.Gegen die Ärzteschaft gerichtete, nur auf Statistik basierende Prüfinstrumente lehnen wir klar ab.

Bei Ablehnung oder Verweigerung der Erstattung durch die Kostenträger oder auch im Zweifelsfall (Rezepte für Medikamente, Heilmittel, etc.) dürfen die verordnenden Ärzte nicht auf den Kosten sitzenbleiben! Für medizinisch notwendige Leistungen müssen die Krankenkassen aufkommen.
(Es kann nicht angehen, dass der Feuerwehrmann für das Löschwasser haftet, das er zum Löschen verbraucht)

Betrug muss selbstverständlich auch im Gesundheitswesen geahndet und bestraft werden - aber korrekt erbrachte und medizinisch notwendige Leistungen, wie z.B. Hausbesuche müssen angemessen vergütet werden.
Angemessen bedeutet auch, dass Hausärzte bei gleicher Arbeitszeit nicht weniger verdienen dürfen als Spezialisten.

Der Gesetzgeber möge die Rechtslage überprüfen und die Verfahrenswege und Verantwortlichkeiten für die Kostenkontrolle im Gesundheitswesen neu gestalten. Beitragssatzstabilität darf nicht auf dem Rücken und zu Lasten der Ärzteschaft / der Hausärzte ausgetragen werden.

Statt permanent über Hausärztemangel zu lamentieren möge die Politik / der Gesetzgeber / die Gesellschaft die Rahmenbedingungen wieder verbessern!



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