Hausärzteverband Hessen

Interner Bereich

Hausärzteverband Hessen

13. Hessischer Hausärztetag 25./26. Juni 2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 25. und 26. Juni 2021 findet der 13. Hausärztetag Hessen als Präsenzveranstaltung in den Räumlichkeiten der KV Hessen statt. 

Informationen zum 13. Hausärztetag Hessen (wie z.B. Programm und Anmeldung) finden Sie hier

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Geschäftsstelle
 

Impfen in Hausarztpraxen

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

wenn Sie bis 12:00 Uhr am 30.3. in einer Apotheke Ihrer Wahl Corona-Impfstoff bestellen, dann werden Sie spätestens am 7.4. mittags mit Biontech/Pfizer-Impfstoff beliefert. In der Impfallianz wurde vereinbart, dass die Belieferung inklusive der notwendigen Spritzen und Kanülen und dem Verdünnungsmittel erfolgen soll. Bis zu 50 Dosen pro Woche und pro LANR.
Bestellung über Muster 16 (Rezept). Kostenträger: Bundesamt für soziale Sicherung (BAS)
IK Nr: 100038825. Felder 8 und 9 bleiben leer.
 
Links zu den Informationen zur KBV finden sich hier bzw. hier. 
 
Wir empfehlen Ihnen folgendes Vorgehen in Ihren Praxen:
1. Priorisierung beachten: Über 70-Jährige, Hausbesuchspatienten, Menschen mit den ICD-Kodes der Impfverordnung, individuelle Risikopatienten, Pflegebedürftige und deren Betreuende, Schwangeren-Umfeld, Tumorpatienten, Autoimmunerkrankte u.dgl. (denken Sie an die „Exoten“: z.B. Lungenfibrose/alpha-1-Antitrypsin-Mangel, Minderwüchsige, Missbildungsskoliose, Myasthenie, neurodegenerative Erkrankungen usw.) identifizieren. Aktuell spielen potentiell durch AstraZeneca-Gabe Gefährdete (nach aktueller Evidenz v.a. Thrombophilie) bei der Lieferung mit Biontech/Pfitzer keine Rolle.
2. Listen für prioritär zur Impfende Menschen sowie „Joker“, also die Personen, die auf Anruf in 5 Minuten in der Praxis zum Impfen erscheinen können erstellen. Dabei die zweite Impfung nach 5-6 Wochen ebenfalls einplanen.
 
3. Aufklärungs- und Einwilligungsbögen (im Anhang oder hier, da auch mehrsprachig) versenden bzw. vorbereiten und/oder auf der Homepage der Praxis zum Download bereitstellen. 
 
4. Aufbereitungsvorschriften Comirnaty studieren (Anhang). 
 
5. Vorschlag zum Ablauf: Diskussionen sparen! Hausbesuche mit MFA. Impfsprechstunden abseits der normalen Sprechzeiten, also z.B. Mittwochs- und Freitagsnachmittags, Samstagsvormittags. Initial nicht mehr als 6 Impfungen pro Stunde (1 Vial Comirnaty = 6 Impfdosen, innerhalb 1h zu verimpfen, 15 bis 30 min Nachbeobachtung). Wir empfehlen Ihnen, dies immer mit der Mithilfe der medizinischen Fachangestellten/Verah´s, Näpa´s durchzuführen. Impfstoff, sei nach Anstich aus mikrobiologischen Gründen nur 1 Stunde verwendbarDies ist einer uralten Regelung des Robert-Koch-Instituts zu entnehmen. Der Hersteller Biontech/Pfitzer empfiehlt nach Aufbereitung, den Impfstoff binnen 6 Stunden zu verimpfen.
 
6. Impfbescheinigungen vorab drucken (Anhang „Impfbescheinigung“, A4, 4 Stück pro Blatt, im Impfpassformat) bzw. (für EL-Nutzer) aus der EDV generieren („Impfbescheinigung solo, A5 quer), für die Impfpass-Vergesser, zum einkleben.
 
Dokumentation via AIS-System. Die KBV hat Abrechnungsziffern ab dem 02 Quartal in den AIS-Systemen integriert. Für jede Impfung erhalten Ärzte 20 Euro (für die Erst- und Abschlussimpfung zusammen 40 Euro).  Bei einem Hausbesuch kommen 35 Euro dazu, 15 Euro für den Mitbesuch. Erfolgt ausschließlich eine Impfberatung ohne Impfung werden 10 Euro vergütet. Die Abrechnung erfolgt über die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung (auch für Nicht-GKV-Versicherte).
 
Wir hoffen, Ihnen hiermit eine brauchbare Anleitung an die Hand gegeben zu haben.
 
Dr. Christoph Claus
Armin Beck

 

Pressemitteilung Hausärzteverband Hessen e.V.

Die Delegiertenversammlung des Hausärzteverbands Hessen e.V. verabschiedet eine Resolution zur Zukunftssicherung der Allgemeinmedizin und der hausärztlichen Versorgung durch die Ärzteschaft.
 

Pressemitteilung zu Coronaimpfung in Hausarztpraxen

Impfungen sind Vertrauenssache
und gehören in die Hausarztpraxen“ 
 

Hattersheim, 19. März 2021 – „Jede einzelne Impfung kann Leben retten und Leid lindern. Deshalb begrüßen wir die Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur EMA, dass auch der Covid19-Impfstoff von AstraZeneca weiterverwendet werden kann. Unser Ziel ist es, möglichst schnell zuerst die vulnerablen Gruppen zu impfen und damit noch möglichst viele in der 3. Welle zu schützen“, erklärt Armin Beck, Vorsitzender des hessischen Hausärzteverbandes
 
Nach der Weltgesundheitsorganisation WHO hatte am Donnerstag auch die European Medicines Agency EMA nach einer Überprüfung Entwarnung gegeben und erklärt, der Impfstoff von AstraZeneca sei „sicher und wirksam“. Es habe, so die EMA, „keine Verbindung der Impfung mit der Erhöhung des Risikos von Blutgerinnseln bei Menschen festgestellt“ werden können. Das Bundesgesundheitsministerium hat daraufhin am Donnerstagabend entschieden, dass die Impfungen am heutigen Freitag wieder aufgenommen werden.
 
Dennoch habe der kurzzeitige Impfstopp bei den Patienten zu einer großen Verunsicherung geführt, so der hessische Hausärzteverband. Impfen ist Vertrauenssache und gehört in die Hausarztpraxen. Wir Hausärztinnen und Hausärzte kennen unsere Patienten sowie deren Krankheitsgeschichte und können deshalb fundiert beraten und Ängste nehmen. Klar muss aber sein, dass wir Hausärzte die Impfprofis sind und deshalb auch wirklich alle zugelassenen Impfstoffe erhalten, um jeden unserer Patienten individuell bestmöglich zu schützen.“
 
Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung der hessischen Landesregierung, dass der Impfbeginn in den hausärztlichen und fachärztlichen Praxen bis in den Mai zu verschieben, von uns mit großem Bedauern und Unverständnis aufgenommen worden.
 
Der vor dem Impfstopp mit AstraZeneca mit dem hessischen Innenministerium sowie dem Ministerium für Soziales und Integration (HMSI), mit 50 Pilotpraxen und einer sehr begrenzten Zuteilung von Impfseren in die ambulante Versorgung mit einzubinden, ist wichtiger denn je. Die hessischen Hausärzte haben eine außerordentlich hohe Impfbereitschaft. Und Immer noch sind 50.000 Patienten der Prioritätsgruppe 1, immobile Menschen über 80 Jahre, noch nicht geimpft worden und bekommen auch kein Termin. Stattdessen bekommen sie ein Schreiben mit Durchhalteparolen. Wir fordern jetzt von der Landesregierung ein schnelles und bürokratiearmes Einbinden der ambulanten Versorgung, um bei der Massenimpfung zu anderen Ländern aufschließen zu können. 
 
 
 
Armin Beck
Für den Vorstand des hessischen Hausärzteverbandes.
 
            

Corona und die GOÄ

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
mitunter gibt es Regelungen, welche das Schmerzensgel… Verzeihung, das Ho(h)norar für die Behandlung unserer privat versicherten Patienten betreffen und von denen man so kurz vor Quartalsende gehört haben sollte. Der Ihnen sicher aus seiner Kolumne im „Hausarzt“ bekannte Kollege Dr. Gerd Zimmermann schrieb dieser Tage zu den Corona-spezifischen GOÄ-Regelungen beim Deutschen Arztportal; und auch wenn mir HzV-eingeschriebene gesetzlich Krankenversicherte viel lieber sind als Privatpatienten, so möchte ich Ihnen sein Fazit nicht vorenthalten:

  • bis 31.12.2020 kann man die Nr. 3 GOÄ maximal 4fach je Sitzung und vollendeter 10 Minuten berechnen. Im Neuen Jahr kann man dann, wie abseits der Pandemie auch, gesteigerten Gesprächsbedarf mit angepassten Steigerungsfaktoren oder analog berechneten Ziffern wie der 30a, 31a oder der 34a (unter Beachtung der Zeitvorgaben und Ausschlüsse der Ursprungsziffern) abbilden. Im EBM bleibt es bis zum 31.3.2021 bei der 01434, maximal 6x/Quartal. Das große „A“ vor einer GOÄ-Ziffer kennzeichnet übrigens die offiziellen Analogziffern der KBV bzw. BÄK, das kleine „a“ dahinter ist Ausdruck unserer eigenen Kreativität. „Zahlen und Erstatten“ ist ungeachtet dessen angesagt.
  • Bis zum 31.3.2021 wurde die A245 verlängert, der Hygienezuschlag zum persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt. Weitere Corona-bedingte Leistungen können im gleichen Kontakt neben der A245 nur bis zum Schwellensatz (2,3-fach) berechnet werden. Die „wo ich schon mal hier bin, Frau Dokter“-Beratungsanlässe sind vom Steigerungs-Verbot ausgenommen. Wenn also noch mehrere Symptome einer Untersuchung bedürfen, sie in ihrer Fülle mithin jedoch kein Organsystem ergeben, dürfen „der Pickel hier, das Schnüpfchen dort und das Lipömchen woanders“ gern noch die 5 mit dem 2,89- oder 3,45-fachen ergeben (Bitte nicht den 3,5fachen Satz, das macht so viele Rückfragen von den PKVen).
  • Die Videosprechstunde hat Einzug in die GOÄ (von 1996!) gehalten. Endlich wird alles gut! Ich empfinde videofonieren nicht als erkenntnisreicher oder gar zeitsparender als telefonieren (mit gelegentlicher Übermittlung eines Fotos per Messenger-App), aber ich bin hoffnungslos „old school“, auch musikalisch. Wenn Sie innovationsfreudiger sein sollten als ich, interessiert Sie vielleicht die folgende Tabelle:

Diese GOÄ-Leistungen sind jeweils zum Schwellensatz berechnungsfähig, selbst die „A5“. Dieser analoge Ansatz der Nr. 5 GOÄ steht für eine „Visuelle symptomatische klinische Untersuchung mittels Videoübertragung (z. B. Videosprechstunde)“ - das WhatsApp-Foto des Pickels…

 

Einen guten Start in die (Abrechnungs-)Woche, 
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Dr. med. Christoph Claus
Staatlich geprüfter Leistungserbringer für zertifizierte medizinische und medizinisch-technische Dienstleistungen zur effektiven und effizienten Regeneration des allgemeinen Wohlbefindens des Leistungsempfängers.
 

Schnelltest

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
wir haben für Sie mehrere Lieferanten gefunden, die COVID-19-ANTIGEN-Tests (sog. PoC-Schnelltests) zu einem akzeptablen Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten und die in der Lage sind, innerhalb kurzer Zeit die Ware zuverlässig auszuliefern. Alle Produkte sind BfArM gelistet. (https://antigentest.bfarm.de/ords/antigen/r/antigentests-auf-sars-cov-2/liste-der-antigentests)

Werbeaktionen für (neue) Mitglieder!

Mitglieder des Hausärzteverbandes Hessen e.V. haben ab sofort die Möglichkeit, Werbe-Prämien zu erhalten.

Diese Werbe-Prämien können durch das Werben neuer Mitglieder für den Hausärzteverband Hessen e.V. und die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) erlangt werden. 

Hausärzteverband Hessen e.V. 

Als Mitglied im Hausärzteverband Hessen e.V. unterstützen Sie den größten Berufsverband niedergelassener Ärzte in Europa und stärken damit Ihre Lobby gegenüber Politik, Krankenkassen, Kammern und Körperschaften – auf Landes- und auf Bundesebene.

Doch nicht nur die Zugehörigkeit zu einer Organisation ist wichtig, sondern auch das individuelle Engagement eines jeden einzelnen innerhalb dieses Verbandes. Jede Hausärztin und jeder Hausarzt,  ob freiberuflich, in Anstellung oder in Weiterbildung, ist herzlich  eingeladen, sich durch Mitgliedschaft und persönliche Mitarbeit  einzubringen und damit den Beruf „Hausarzt“ auch in Zukunft  sicher und noch attraktiver zu machen.

Hausarztzentrierte Versorgung (HZV)

2004 führte der Gesetzgeber die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) ein. Die Politik hatte die Vorteile dieses neuen Versorgungsmodells erkannt, das der Deutsche Hausärzteverband, als die Vertretung der hausärztlichen Interessen, gemeinsam mit seinen Partnern entwickelt hat. Zuvor gab es keine um fassende Alternative zu den Strukturen des KV -Systems, in denen die Hausärzte bis heute häufig benachteiligt werden. 

Zur Zeit nehmen bundesweit etwa 17.500 Hausärzte und über 5,6 Millionen Versicherte an den HZV-Vollver sorgungsverträgen der Hausärzteverbände teil – mit steigender Tendenz. Die Vergütung liegt deutlich über dem KV-Niveau und die Abrechnung erfolgt schnell und bürokratiearm über ein hausärztliches Rechenzentrum. Mit der langfristig höheren und transparenten Vergütung wird der wirtschaftliche Erfolg der Hausarztpraxis gesichert und durch den integrierten Qualitätsanspruch zugleich die Rolle der Hausärzte gestärkt. 
Die Teilnahme an den HZV-Verträgen steht jedem Hausarzt offen. Gleichzeitig stärkt eine Mitgliedschaft im Hausärzteverband die Interessenvertretung aller Hausärzte. Werden auch Sie Mitglied! 

Ja, ich will... Mein Hausarztprogramm

Vergünstigter Elektronischer Heilberufeausweis

Sehr geehrte Damen und Herren,

ab sofort können hessische Ärztinnen und Ärzte über den Hausärzteverband einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) erwerben. Erstellt wird der elektronische Heilberufsausweis in enger Zusammenarbeit von Landesärztekammer mit qualifizierten Vertrauensdienstanbietern (VDA). Die regulären Preise bei allen Anbietern für einen elektronischen Heilberufsausweis liegen bei ca. 78 – 86 Euro netto pro Jahr. In ihrer Funktion unterscheiden sich diese nicht. Mit einem dieser Vertrauensdienstanbietern (T-Systems) konnte der Hausärzteverband Hessen e.V. eine Rabatt-Vereinbarung treffen.

Statt 86 Euro netto, erhalten Sie als Mitglied im Hausärzteverband Hessen e.V. den elektronischen Heilberufsausweis für ca. 72 Euro netto pro Jahr. Mit allen anderen Anbietern war eine solche Vereinbarung leider nicht möglich. 

Informationen zur Bestellung der Ausweise und Eingabe des Rabatt-Codes über die T-Systems finden Sie unter folgendem Link:

Ausweise | Telekom Geschäftskunden

Um als Mitglied den Rabatt bei T-Systems zu erhalten, erfragen Sie bitte den Rabattcode schriftlich bei Herrn Henrik Keller (henrik.keller@hausaerzte-online.de) 

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an die T-Systems (0800 1183307) oder an Herrn Henrik Keller (015164826726, henrik.keller@hausaerzte-hessen.de)

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Hausärzteverband Hessen e.V.

Informationen zum Coronavirus

Coronavirus Fälle Hessen Stand 11.05.2021
Bulletin-Archiv
Tägliche Übersicht der bestätigten SARS-CoV-2-Infektionen in Deutschland und weltweit
Verdachtsabklärung und Maßnahmen - Flussschema Stand 12.05.2020

https://www.bundesaerztekammer.de/corona-pandemie/abrechnungsempfehlungen-im-rahmen-der-corona-pandemie/

Archiv

Einladung zur Online-Veranstaltung - Vorstellung des Telemedizinischen Versorgungsmoduls und des TeleArzt-Rucksacks

Sie und Ihre Praxis profitieren schon heute von den vielen Vorteilen der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) und setzen die HZV bereits erfolgreich in Ihrer Praxis um? 

Dann möchten wir Ihnen und Ihrem Praxisteam mit unserem Partner vitaphone gerne den TeleArzt-Rucksack, das neue „Telemedizinische Versorgungsmodul“ und die Abrechnungsmöglichkeiten telemedizinischer Leistungen im Rahmen der verschiedenen hessischen HZV-Verträge vorstellen.

Um Ihnen den Einstieg in diese zukunftsgerichtete Versorgung zu erleichtern, unterstützt das Land Hessen das Projekt mit einer Übernahme von 50 % der Netto-Leasingkosten des TeleArzt-Rucksacks bis Ende 2021.

Profitieren auch Sie mit Ihrer Praxis von dieser attraktiven Versorgungslösung und melden Sie sich und Ihre VERAH® gleich an!

Was:      Vorstellung des Telemedizinischen Versorgungsmoduls und des TeleArzt-Rucksacks

Wann:   05.05.2021, von 15:00-16:30 Uhr 
                                           
Wo:       Online: Hier klicken und anmelden

Die Veranstaltung ist kostenfrei. 

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.tele-arzt.com und www.hzv.de.    

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Ihr Team des Hausärzteverbandes Hessen
 

Newsletter Hausärzteverband Hessen

Mit dem neuen Newsletter des Hausärzteverbandes Hessen wollen wir Sie zwei Mal im Jahr schnell und kompakt über aktuelle, wichtige Themen aus Kammer, KV und unserem Verband informieren.

Aktuelle Nachrichten aus Berlin

19.03.2021
Gesetzgebung und Politik
Impfen in den Hausarztpraxen und Impfverordnung
Die aktuelle Impfverordnung schafft die rechtliche Grundlage, dass in ausgewählten Hausarztpraxen – im Wege der Beauftragung – COVID-19-Schutzimpfungen durchgeführt werden können. Sie stellt keine angemessene rechtliche Basis für die bundeseinheitliche, flächendeckende Impfung in den Hausarztpraxen dar. Diese gesetzgeberischen, aber auch organisatorischen Verzögerungen beim Start der Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen werden vom Hausärzteverband kritisch begleitet, denn die Impfung ist der maßgebliche Ansatz, um die Corona-Pandemie zu bewältigen. 
 
Nach der Aufhebung des Impfstopps für das AstraZeneca-Vakzin schlägt der Hausärzteverband vor, das Mittel rasch in den Hausarzt-praxen verabreichen zu dürfen. Auch wenn sich zeigt, dass der Impfstoff für die meisten unbedenklich ist, wird es nicht leicht werden, das Vertrauen der Versicherten in diesen Impfstoff wieder aufzubauen. Ausschlaggebend hierfür wird das enge Vertrauensverhältnis zwischen Hausarzt und Patient sein. Ein anonymes Impfzentrum kann das nicht leisten. Um die Motivation zum Impfen in der Bevölkerung zu steigern fordert der Hausärzteverband, dass geimpften Personen zeitnah auch Vorteile durch die Impfung eingeräumt werden. 
 
Die Ministerpräsidenten werden gemeinsam mit der Kanzlerin auf dem heutigen Impfgipfel die Weichen für das weitere Vorgehen stellen. Ob das Impfen schnell flächendeckend in die Praxen überführt werden kann, wird sich zeigen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich nach aktuellem Stand darauf geeinigt, erst Mitte April mit dem Impfen in den Praxen zu beginnen. Die hierfür erforderliche Neufassung der Impfver-ordnung wird der Hausärzteverband politisch und medial eng begleiten.
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Arbeitsentwurf Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Pflegeversicherung (Pflegereformgesetz)
Schwerpunkt des Pflegereformgesetzes ist die Weiterentwicklung der Finanzierung der gesetzlichen Pflegeversicherung sowie das Ziel, die Finanzierung von Pflegebedürftigkeit für die Betroffenen vorhersehbar und kalkulierbar zu gestalten. Dabei soll u.a. der Bundeszuschuss zur Pflegeversicherung deutlich ausgeweitet werden. Ebenso soll der Eigenanteil an den Pflegekosten mit der Dauer der Pflege sinken. 
 
Für die hausärztliche Versorgung insbesondere relevant ist zum einen die Verordnung häuslicher Krankenpflege, bei der künftig qualifizierte Pflegekräfte innerhalb eines ärztlich festgelegten Rahmens selbstständiger versorgen können sollen (Stichwort: Blankoverordnung). Zum zweiten ist eine Übergangspflege im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt (für maximal 10 Tage) geplant, die ohne ärztliche Verordnung erfolgen soll. Drittens sollen verpflichtend auf Landesebene Modellversuche nach § 63 SGB V vereinbart werden, bei denen (haus)ärztliche Aufgaben an entsprechend qualifizierte Pflegekräfte übertragen werden. Diese sind in einem Zeitraum von vier Jahren zu evaluieren. 
 
Bei dem Gesetz handelt es sich noch um einen ersten Arbeits-entwurf. Ob hierzu zeitnah ein Referentenentwurf vorgelegt wird, der noch rechtzeitig vor der Diskontinuität das parlamentarische Verfahren durchlaufen kann, ist derzeit völlig ungewiss.
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Aus der vertragsärztlichen Versorgung
U-Untersuchungszeiträume ab U6 ausgesetzt
Hausärzte und Kinderärzte können Kinder-Früherkennungs-untersuchungen (U6 bis U9) auch dann durchführen und abrechnen, wenn die vorgegebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten überschritten sind. Diese Regelung gilt bis zum Ablauf von drei Monaten nach Beendigung der vom Deutschen Bundestag festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Aktuell gab es eine dreimonatige Verlängerung dieser Feststellung durch den Deutschen Bundestag bis zum 30. Juni 2021. Die Überschreitung der Toleranzzeiten ist daher mindestens bis zum 30. September 2021 möglich.
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Aus der privatärztlichen Versorgung
Mehrfachberechnung der Nr. 3 GOÄ für längere telefonische Beratungen im Rahmen der Covid-19-Pandemie bis zum 30.06.2021 verlängert. Die vorhergehende Regelung wird zunächst bis 30.06.2021 verlängert. Dabei kann die ausschließlich telefonische Beratung je Sitzung weiterhin höchstens dreimal je vollendete 10 Minuten berechnet werden. Voraussetzung ist, dass das Aufsuchen des Arztes pandemiebedingt nicht möglich bzw. unzumutbar ist, eine Videoübertragung nicht durchgeführt und die dringend erforderliche Patientenversorgung auf andere Weise nicht gewährleistet werden kann. Neu ist, dass die Leistung nur dreimal im Kalendermonat abrechenbar ist, bisher war dies viermal möglich.
 
Gemäß Nr. 3 der Allgemeinen Bestimmungen zum Kapitel B der GOÄ sind die Uhrzeit und Begründung zur Mehrfachberechnung sowie die tatsächliche Dauer des Telefonates in der Rechnung anzugeben.
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Aus der HZV
Interimsvereinbarung mit den Ersatzkassen verlängert
Die in den Regionen außerhalb Baden-Württembergs geltende Interimsvereinbarung im Kontext der EK-HZV-Verträge wurde bis zum 30.06.2021 verlängert. Die Vereinbarung wurde mit Wirkung zum 3. Quartal 2019 geschlossen und ermöglicht seitdem die Abrechnung der P3 nach der weit gefassten Chronikerdefinition. Mit dem vdek befindet man sich weiterhin in Verhandlungen zu einer Anschlussvereinbarung.
 
PTQZ als digitales Lernvideo
Neben den digitalen PTQZ-Veranstaltungen haben Hausärztinnen und Hausärzte seit diesem Quartal zusätzlich die Möglichkeit, mithilfe von Lernvideos ihren vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen. Gedacht ist dieses Angebot in erster Linie für HZV-Teilnehmer, die aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie keine passenden Termine für den Austausch im klassischen Format finden. Die PTQZ-Lernvideos werden quartalsweise bundesweit seitens der HÄVG zur Verfügung gestellt und können regional an die HZV-Moderatoren weitergegeben werden. Die Teilnehmererfassung inklusive einer Lernerfolgskontrolle erfolgt digital mithilfe von Umfragetools.
Bei Fragen und Anregungen stehen Ihnen Frau Isabell Ornoth und Frau Masa Maric unter ptqz@hzv.de sowie unter   02203 57 56-12 09 gerne zur Verfügung.
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Sonstiges
Ärzte zahlen für die Arbeit in Impf- und Testzentren keine Sozialabgaben
Wer als Ärztin oder Arzt in einem Impf- oder Testzentrum arbeitet oder in einem mobilen Team im Einsatz ist, muss seine Einnahmen nicht sozialversicherungspflichtig versteuern. Diese Regelung wurde in das Gesetz zur Reform der technischen Assistenzberufe in der Medizin und zur Änderung weiterer Gesetze (MTA-Reform-Gesetz) aufgenommen und stellt damit die Rechtslage klar. Die Arbeit als Ärztin oder Arzt in einem Impfzentrum im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung oder einem dort angegliederten mobilen Impfteam sowie in einem Testzentrum im Sinne der Coronavirus-Testverordnung oder einem dort angegliederten mobilen Testteam ist bis zum 31. Dezember 2021 abgabenfrei.
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Pneumokokken-Impfstoff Pneumovax® 23 in chinesischer Aufmachung eingeführt
Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) informiert, dass Pneumovax® 23 in chinesischer Aufmachung eingeführt wurde. Hintergrund ist eine erhöhte Nachfrage nach Pneumokokken-Impfstoffen aufgrund der COVID-19-Pandemie. Die Ware wurde Anfang März für den deutschen Markt verfügbar gemacht.
 
•  Die chinesisch beschriftete Ware trägt den Handelsnamen Pneumovax®. Dieses ist identisch mit dem in Deutschland zugelassenen Pneumovax® 23.
•  Neben dem Datum der letztmöglichen Verwendung (16.06.2022) ist zusätzlich das Datum der Herstellung auf der Umverpackung angegeben.
•  Da keine deutschsprachigen Abzieh-Etiketten in der Packung enthalten sind, muss die Dokumentation in der Patientenakte bzw. im Impfpass in den Hausarztpraxen manuell erfolgen.
•  Eine den EU-Bestimmungen entsprechende Serialisierung der Ware ist nicht erfolgt.
•  Die Packung enthält keine deutschsprachige Beilage. Die deutsche Packungsbeilage sowie die deutsche Fachinformation können auf der Webseite des PEI abgerufen werden: Packungsbeilage, Fachinformation.
 
Der Impfstoff wurde ursprünglich für den chinesischen Markt hergestellt, aber nicht dorthin verbracht. Hinsichtlich Herstellung und Arzneimittelspezifikation bestehen keine Unterschiede zu der für den europäischen Markt vorgesehenen Ware.
 

Aktueller Kommentar zum Konnektor von Christian Sommerbrodt

Die Digitalisierung ist im Gesundheitssystem angekommen und wirft für uns im Praxisbetrieb neue Fragen auf. Die aktuell wichtigste Frage betrifft den Betrieb des Konnektors, mit dem die Verbindung zum sicheren Netz der Telematikinfrastruktur aufgebaut wird. Die Empfehlungen der KBV und der gematik entpuppen sich dabei als unpraktikabel. Statt Arbeitserleichterung bedeutet die Digitalisierung für uns Mehrarbeit und Mehrkosten für die Praxen.
 
Ich möchte Ihnen mit diesem Text vereinfacht die Hintergründe erklären und versuchen einige praktische Hilfestellungen zu geben.

Wir kooperieren mit DEXIMED, der Online-Enzyklopädie für Hausärzte:

  • unabhängig und werbefrei
  • evidenzbasierte Informationen zu 3.800 Symptomen und   Krankheitsbildern
  • verknüpft mit verständlichen Patienteninformationen
  • Sonderpreis für Mitlieder im Hausärzteverband  Hessen  

Das ist Neu:

Institut für hausärztliche Fortbildung - IHF

Ziel ist es, eine strukturierte und auf die hausärztliche Praxis zugeschnittene Fortbildungen zur Verfügung zu stellen, um hausärztliche Versorgungsqualität auf hohem medizinischem Niveau zu sichern.

HzV-Kompetenzteam in Hessen

Antworten auf Ihre Fragen und Unterstützung zur HzV

Tel.: 06190-8089763 (Mo.-Fr. 08:30-17:00 Uhr)
 

Termine

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