Hausärzteverband Hessen

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Hausärzteverband Hessen

Pressemitteilung zu COVID-Schutzimpfung von Hausärztinnen und Hauärzten in Hessen

Die Politik in Hessen lässt Hausärzte und Patienen im Stich


Die Impfungen gegen das neue Coronavirus müssen in allen Hausarztpraxen und Praxen der Grundversorgung mit höchster Priorität durchgeführt werden!
 
Sowohl nach der ersten wie auch der zweiten Corona-Impfverordnung des Bundes ist es möglich, Hausärzte und andere Praxen der Grundversorgung in die erste Gruppe der Impfpriorisierung aufzunehmen. Doch anders als z.B. in Niedersachen und Bayern sehen die Politiker in Hessen bisher keinen Grund zu handeln und gefährden damit Hausärzte, medizinische Fachangestellte und Patienten gleichermaßen. Obwohl die Landesärztekammer Hessen, die Kassenärztliche Vereinigung Hessen, der Hausärzteverband Hessen und weitere ärztliche Standesvertretungen die Politiker Hessens wiederholt auf die hohe Gefährdung für Coronainfektionen im niedergelassenen Gesundheitssektors hingewiesen haben, wird nicht gehandelt. 
 
Über 95% der gesamten medizinischen Kontakte finden in Deutschland im niedergelassenen Bereich statt, der größte Teil davon bei den Hausärzten. Hier werden Patienten mit unkontrollierter Infektionslage auf eine COVID-Infektion regelmäßig untersucht und behandelt. Senioren, Tumorpatienten, chronisch kranke Patienten mit allen Erkrankungen, vor allem aber mit den Risikoerkrankungen wie Diabetes mellitus, COPD, Herz- und Nierenerkrankungen, aber auch Patienten mit banalen Infektionen kommen bei den Hausärzten zusammen. Zusätzlich werden der größte Teil der Coronaabstriche in Hausarztpraxen durchgeführt und die meisten Coronapatienten von Hausärzten betreut und behandelt.
 
Die hessische Landesregierung hat sich Anfang Februar für die prioritäre Impfung von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten ausgesprochen, die Altenheime versorgen. In Landkreisen und kreisfreien Städten wird dies teilweise bewusst nicht
   
beachtet oder man sieht keinen Handlungsbedarf. Im niedergelassenen Bereich fehlen scheinbar die spektakulären Bilder von Patienten auf Intensivstationen. Aber gerade vor der Gefahr der Mutationen darf die ambulante Medizin nicht vernachlässigt werden. Je länger die Politik zögert, desto mehr werden Ärztinnen und Ärzte, medizinische Fachangestellte und auch Patientinnen und Patienten gefährdet. Wir können uns den Fehler nicht leisten, die ambulante Versorgung zu vernachlässigen. Denn es geht nicht nur um die Versorgung der Bevölkerung, sondern auch um den hausärztlichen Schutzschirm zu erhalten, der die Kliniken funktionsfähig hält.
 
Hausärzte, sowie Ärzte mit unselektiertem Patientenklientel und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen prioritär geimpft werden um, die Versorgung der Menschen in Hessen zu gewährleisten und um sich selber und andere nicht zu gefährden. Der Hausärzteverband Hessen hat kein Verständnis mehr für eine Politik der Ausreden, bei der fahrlässig das Leben von Menschen gefährdet wird.

Im Namen des Hausärzteverband Hessen 
Armin Beck (1. Vorsitzender)

Corona und die GOÄ

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
mitunter gibt es Regelungen, welche das Schmerzensgel… Verzeihung, das Ho(h)norar für die Behandlung unserer privat versicherten Patienten betreffen und von denen man so kurz vor Quartalsende gehört haben sollte. Der Ihnen sicher aus seiner Kolumne im „Hausarzt“ bekannte Kollege Dr. Gerd Zimmermann schrieb dieser Tage zu den Corona-spezifischen GOÄ-Regelungen beim Deutschen Arztportal; und auch wenn mir HzV-eingeschriebene gesetzlich Krankenversicherte viel lieber sind als Privatpatienten, so möchte ich Ihnen sein Fazit nicht vorenthalten:

  • bis 31.12.2020 kann man die Nr. 3 GOÄ maximal 4fach je Sitzung und vollendeter 10 Minuten berechnen. Im Neuen Jahr kann man dann, wie abseits der Pandemie auch, gesteigerten Gesprächsbedarf mit angepassten Steigerungsfaktoren oder analog berechneten Ziffern wie der 30a, 31a oder der 34a (unter Beachtung der Zeitvorgaben und Ausschlüsse der Ursprungsziffern) abbilden. Im EBM bleibt es bis zum 31.3.2021 bei der 01434, maximal 6x/Quartal. Das große „A“ vor einer GOÄ-Ziffer kennzeichnet übrigens die offiziellen Analogziffern der KBV bzw. BÄK, das kleine „a“ dahinter ist Ausdruck unserer eigenen Kreativität. „Zahlen und Erstatten“ ist ungeachtet dessen angesagt.
  • Bis zum 31.3.2021 wurde die A245 verlängert, der Hygienezuschlag zum persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt. Weitere Corona-bedingte Leistungen können im gleichen Kontakt neben der A245 nur bis zum Schwellensatz (2,3-fach) berechnet werden. Die „wo ich schon mal hier bin, Frau Dokter“-Beratungsanlässe sind vom Steigerungs-Verbot ausgenommen. Wenn also noch mehrere Symptome einer Untersuchung bedürfen, sie in ihrer Fülle mithin jedoch kein Organsystem ergeben, dürfen „der Pickel hier, das Schnüpfchen dort und das Lipömchen woanders“ gern noch die 5 mit dem 2,89- oder 3,45-fachen ergeben (Bitte nicht den 3,5fachen Satz, das macht so viele Rückfragen von den PKVen).
  • Die Videosprechstunde hat Einzug in die GOÄ (von 1996!) gehalten. Endlich wird alles gut! Ich empfinde videofonieren nicht als erkenntnisreicher oder gar zeitsparender als telefonieren (mit gelegentlicher Übermittlung eines Fotos per Messenger-App), aber ich bin hoffnungslos „old school“, auch musikalisch. Wenn Sie innovationsfreudiger sein sollten als ich, interessiert Sie vielleicht die folgende Tabelle:

Diese GOÄ-Leistungen sind jeweils zum Schwellensatz berechnungsfähig, selbst die „A5“. Dieser analoge Ansatz der Nr. 5 GOÄ steht für eine „Visuelle symptomatische klinische Untersuchung mittels Videoübertragung (z. B. Videosprechstunde)“ - das WhatsApp-Foto des Pickels…

 

Einen guten Start in die (Abrechnungs-)Woche, 
____________________________
Dr. med. Christoph Claus
Staatlich geprüfter Leistungserbringer für zertifizierte medizinische und medizinisch-technische Dienstleistungen zur effektiven und effizienten Regeneration des allgemeinen Wohlbefindens des Leistungsempfängers.
 

CORONAVIRUS: IM IMPFCENTER HELFEN

In Kürze ist mit der Zulassung der ersten Impfstoffe gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 zu rechnen. Ab Mitte Dezember 2020 sollen dann auch die Impfcenter, in denen die Massenimpfungen stattfinden werden, betriebsbereit sein. Derzeit werden sie bundesweit aufgebaut.

Die hessischen Landkreise und kreisfreien Städte koordinieren die Impfcenter in Hessen und suchen dafür medizinisches Personal.

Sie sind Arzt und möchten in einem der hessischen Impfcenter mithelfen? Dann können Sie sich an die Kontakte bei den Landkreisen und kreisfreien Städten auf unserer Liste wenden (bitte einloggen).

Wo sind die hessischen Impfzentren?

Schnelltest

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
wir haben für Sie mehrere Lieferanten gefunden, die COVID-19-ANTIGEN-Tests (sog. PoC-Schnelltests) zu einem akzeptablen Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten und die in der Lage sind, innerhalb kurzer Zeit die Ware zuverlässig auszuliefern. Alle Produkte sind BfArM gelistet. (https://antigentest.bfarm.de/ords/antigen/r/antigentests-auf-sars-cov-2/liste-der-antigentests)

Werbeaktionen für (neue) Mitglieder!

Mitglieder des Hausärzteverbandes Hessen e.V. haben ab sofort die Möglichkeit, Werbe-Prämien zu erhalten.

Diese Werbe-Prämien können durch das Werben neuer Mitglieder für den Hausärzteverband Hessen e.V. und die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) erlangt werden. 

Hausärzteverband Hessen e.V. 

Als Mitglied im Hausärzteverband Hessen e.V. unterstützen Sie den größten Berufsverband niedergelassener Ärzte in Europa und stärken damit Ihre Lobby gegenüber Politik, Krankenkassen, Kammern und Körperschaften – auf Landes- und auf Bundesebene.

Doch nicht nur die Zugehörigkeit zu einer Organisation ist wichtig, sondern auch das individuelle Engagement eines jeden einzelnen innerhalb dieses Verbandes. Jede Hausärztin und jeder Hausarzt,  ob freiberuflich, in Anstellung oder in Weiterbildung, ist herzlich  eingeladen, sich durch Mitgliedschaft und persönliche Mitarbeit  einzubringen und damit den Beruf „Hausarzt“ auch in Zukunft  sicher und noch attraktiver zu machen.

Hausarztzentrierte Versorgung (HZV)

2004 führte der Gesetzgeber die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) ein. Die Politik hatte die Vorteile dieses neuen Versorgungsmodells erkannt, das der Deutsche Hausärzteverband, als die Vertretung der hausärztlichen Interessen, gemeinsam mit seinen Partnern entwickelt hat. Zuvor gab es keine um fassende Alternative zu den Strukturen des KV -Systems, in denen die Hausärzte bis heute häufig benachteiligt werden. 

Zur Zeit nehmen bundesweit etwa 17.500 Hausärzte und über 5,6 Millionen Versicherte an den HZV-Vollver sorgungsverträgen der Hausärzteverbände teil – mit steigender Tendenz. Die Vergütung liegt deutlich über dem KV-Niveau und die Abrechnung erfolgt schnell und bürokratiearm über ein hausärztliches Rechenzentrum. Mit der langfristig höheren und transparenten Vergütung wird der wirtschaftliche Erfolg der Hausarztpraxis gesichert und durch den integrierten Qualitätsanspruch zugleich die Rolle der Hausärzte gestärkt. 
Die Teilnahme an den HZV-Verträgen steht jedem Hausarzt offen. Gleichzeitig stärkt eine Mitgliedschaft im Hausärzteverband die Interessenvertretung aller Hausärzte. Werden auch Sie Mitglied! 

Ja, ich will... Mein Hausarztprogramm

Newsletter Hausärzteverband Hessen

Mit dem neuen Newsletter des Hausärzteverbandes Hessen wollen wir Sie zwei Mal im Jahr schnell und kompakt über aktuelle, wichtige Themen aus Kammer, KV und unserem Verband informieren.

Einladung zur Online-Veranstaltung - Vorstellung des Telemedizinischen Versorgungsmoduls und des TeleArzt-Rucksacks

Sie und Ihre Praxis profitieren schon heute von den vielen Vorteilen der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) und setzen die HZV bereits erfolgreich in Ihrer Praxis um? 

Dann möchten wir Ihnen und Ihrem Praxisteam mit unserem Partner vitaphone gerne den TeleArzt-Rucksack, das neue „Telemedizinische Versorgungsmodul“ und die Abrechnungsmöglichkeiten telemedizinischer Leistungen im Rahmen der verschiedenen hessischen HZV-Verträge vorstellen.

Um Ihnen den Einstieg in diese zukunftsgerichtete Versorgung zu erleichtern, unterstützt das Land Hessen das Projekt mit einer Übernahme von 50 % der Netto-Leasingkosten des TeleArzt-Rucksacks bis Ende 2021.

Profitieren auch Sie mit Ihrer Praxis von dieser attraktiven Versorgungslösung und melden Sie sich und Ihre VERAH® gleich an!

Was:      Vorstellung des Telemedizinischen Versorgungsmoduls und des TeleArzt-Rucksacks

Wann:   10.03.2021 und 05.05.2021, von 15:00-16:30 Uhr 
                                           
Wo:       Online: Hier klicken und anmelden

Die Veranstaltung ist kostenfrei. 

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.tele-arzt.com und www.hzv.de.    

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Ihr Team des Hausärzteverbandes Hessen
 

Informationen zum Coronavirus

Coronavirus Fälle Hessen Stand 15.02.2021
Bulletin-Archiv
Tägliche Übersicht der bestätigten SARS-CoV-2-Infektionen in Deutschland und weltweit
Verdachtsabklärung und Maßnahmen - Flussschema Stand 12.05.2020


Archiv

Aktuelle Nachrichten aus Berlin

12.02.2021
Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV
Die CoronaImpfVO wurde neu verfasst, sie trat am 8. Februar 2021 in Kraft. Ein Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 besteht auch weiterhin prioritär für Personen, die aufgrund ihres Alters oder Gesundheitszustandes ein signifikant erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf haben, sowie für Personen, die solche Personen behandeln, betreuen oder pflegen. Als weitere prioritär zu impfende Personengruppe haben insbesondere diejenigen Personen einen Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2, die beruflich einem sehr hohen Expositionsrisiko ausgesetzt sind und jene, die in zentralen Bereichen der Daseinsvorsorge und für die Aufrechterhaltung zentraler staatlicher Funktionen eine Schlüsselstellung besitzen.

Neu ist:
  • Einführung einer Öffnungsklausel zur Ermöglichung von Einzelfallentscheidungen sowie eine diesbezügliche Finanzierungsregelung (§ 10 Absatz 2 Satz 3).
  • Anpassungen der einzelnen Krankheitsbilder zu den Prioritätsgruppen (§§ 3 und 4) aufgrund neuer wissenschaftlicher Daten.
  • Regelung zur Schutzimpfung mit dem neu zugelassenen Vektorviren-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca Life Science. Vor dem Hintergrund der vorliegenden STIKO-Empfehlungen werden impfstoffspezifische Priorisierungen vorgesehen, da für bestimmte vorliegende Impfstoffe bislang nur eine Schutzimpfung bei Personen bestimmten Alters empfohlen ist.

Aus der vertragsärztlichen Versorgung

Variantenspezifische PCR-Testung jetzt möglich

Seit Ende Januar 2021 ist auch die variantenspezifische PCR-Testung möglich. Anspruchsberechtigt sind alle Personen mit einem positivem PCR-Testergebnis – auch symptomatische Patienten, die im Rahmen der Krankenbehandlung getestet wurden. Ziel der Neuregelung ist es, die sich ausbreitenden SARS-CoV-2-Varianten B.1.1.7., B.1.351 und B1.1.28 schnell zu erkennen.
 
Eine Untersuchung auf eine Virusvariante kann mit dem „normalen“ PCR-Test beim Labor beauftragt werden oder im Nachgang, wenn ein positives Ergebnis vorliegt. Informationen über die Form der Beauftragung sind über das beauftragte Labor zu erhalten.
 
Diese und weitere Neuerungen zur Corona-Versorgung finden sich auch in der aktuellen Fassung von Corona trifft Praxis und Recht.
 

TI-Finanzierungsvereinbarung angepasst

Durch eine Entscheidung des Bundesschiedsamtes wurden Anpassungen der Finanzierungsvereinbarung zur Telematikinfrastruktur (TI) vorgenommen. Für die zusätzlichen stationären Kartenterminals, die für das Notfalldatenmanagement und den elektronischen Medikationsplan in den Behandlungsräumen notwendig sind, erhalten Praxen nun 595 Euro. Die höhere Pauschale kann auch für Geräte abgerechnet werden, die seit dem 1. Oktober 2020 angeschafft wurden.
 
Die TI-Finanzierungsvereinbarung berücksichtigt zudem nun kommende Anwendungen wie die elektronische Patientenakte (ePA) und das elektronische Rezept (eRezept). Für die Nutzung der ePA sind ein weiteres, noch nicht am Markt erhältliches Konnektor-Update sowie ein Modul für das Praxisverwaltungssystem (PVS) notwendig. Das Bundesschiedsamt hatte dafür eine gemeinsame Pauschale in Höhe von 550 Euro festgesetzt. KBV und GKV-Spitzenverband haben diese zur Klarstellung in eine Konnektor-Update-Pauschale in Höhe von 400 Euro sowie eine ePA-Integrationspauschale in Höhe von 150 Euro für die PVS-Anpassung aufgeteilt. Zusätzlich erhöht sich die Betriebskostenpauschale um 4,50 Euro pro Quartal.
 
Um das eRezept nutzen zu können, wird lediglich eine weitere PVS-Anpassung notwendig sein. Die dafür vorgesehene Integrationspauschale beträgt nach der Entscheidung des Bundesschiedsamts 120 Euro. Die Betriebskostenpauschale wird um 1 Euro pro Quartal erhöht.
 

Der Hausärzteverband in der Presse und den sozialen Medien

Der nun erneut und bis in den März 2021 hinein verlängerte Lockdown wird viele Menschen im Land nicht nur wirtschaftlich ruinieren, sondern auch ihre gesundheitlichen Kräfte aufzehren. Davor hat der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt in zahlreichen Statements und Interviews, u. a. mit der Rheinischen Post und dem Fernsehsender RTL, gewarnt. Im zweiten Jahr der Pandemie seien viele Bürgerinnen und Bürger „zermürbt“, einige entwickelten Depressionen. Mehr als 30 Regionalzeitungen, aber auch Nachrichtenagenturen, zitierten den Verbandschef mit dieser Einschätzung. Auch Weigeldts‘ Forderung nach einer zeitnahen Rückkehr zur Präsenz in Kitas und Schulen fand starken medialen Widerhall. Der Bundesvorsitzende betonte in diesem Zusammenhang gegenüber der Rheinischen Post, dass es unbedingt zu vermeiden sei, Lockerungen – etwa bei geringer Infektionslage – zunächst in Aussicht zu stellen und sie dann doch wieder aufgrund irgendwelcher Zukunftsannahmen nach hinten zu verschieben. Ein solches Vorgehen würde den Menschen „jegliche Hoffnung nehmen“ und letztlich auch das Vertrauen in die Regierenden untergraben, erklärte Weigeldt.
 
In einem Interview mit der WirtschaftsWoche forderte Weigeldt, dass die Hausärztinnen und Hausärzte, wie auch die Ärztinnen und Ärzte sowie die Pflegekräfte in den Krankenhäusern, nun endlich zu ihrem Schutz, aber auch zum Schutz ihrer Patientinnen und Patienten geimpft werden müssten. Er kritisierte in diesem Zusammenhang die mancherorts publik gewordenen Versuche lokaler Funktionäre und Honoratioren, sich beim Impfen vorzudrängeln, obwohl sie noch gar nicht an der Reihe gewesen seien. Die Einladungen zum Impfen, betonte Weigeldt, müssten endlich über die Krankenkassen verschickt werden. Im Übrigen, so der Bundesvorsitzende, seien die Hausärztinnen und Hausärzte bereit, die Impfungen in ihren Praxen durchzuführen.
 
Den unlängst bekannt gewordenen Beschluss der Bundesregierung, den Einsatz der Pflegerinnen und Pfleger in den Kliniken erneut mit einer Prämie zu würdigen, begrüßte der Bundesvorsitzende. Zugleich stellte er in einem Statement gegenüber der Ärzte Zeitung klar, dass es „umso unverständlicher“ sei, dass diese Wertschätzung nicht auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Hausarztpraxen zuteilwerden solle. Er erinnerte daran, dass sechs von sieben Menschen, die wegen einer Erkrankung oder wegen des Verdachts einer Infektion mit dem Coronavirus medizinisch versorgt werden müssten, in Hausarztpraxen versorgt wurden und werden. Die MFA hätten hier Außergewöhnliches geleistet – und täten es weiterhin, so Weigeldt. Ihnen nun erneut die kalte Schulter zu zeigen, indem die Regierung sie von der Prämie ausspare, sei, so Weigeldt, „ihrer Leistung in den Praxen nicht angemessen“.
 
Auch auf Twitter, Facebook & Co erfahren die Statements des Bundesvorsitzenden große Zustimmung. So war der Tweet zu seinem Interview in der Rheinische Post („Statt Schwarzmalerei und Perspektivlosigkeit brauchen wir eine Kommunikation die Verantwortlichkeiten klar benennt“) mit bis heute mehr als 30.000 Aufrufen, Weiterleitungen oder Kommentierungen einer der erfolgreichsten Tweets in der zugegeben noch recht kurzen Social Media-Historie des Verbandes. Mit deutlich wachsenden Follower-Zahlen, Profilbesuchen und Erwähnungen entwickelt sich Twitter zu einem zunehmend wertvolleren und reichenweitenstarken Kommunikationskanal, über den unsere Botschaften zielgruppengenau platziert werden können.





 

Aktueller Kommentar zum Konnektor von Christian Sommerbrodt

Die Digitalisierung ist im Gesundheitssystem angekommen und wirft für uns im Praxisbetrieb neue Fragen auf. Die aktuell wichtigste Frage betrifft den Betrieb des Konnektors, mit dem die Verbindung zum sicheren Netz der Telematikinfrastruktur aufgebaut wird. Die Empfehlungen der KBV und der gematik entpuppen sich dabei als unpraktikabel. Statt Arbeitserleichterung bedeutet die Digitalisierung für uns Mehrarbeit und Mehrkosten für die Praxen.
 
Ich möchte Ihnen mit diesem Text vereinfacht die Hintergründe erklären und versuchen einige praktische Hilfestellungen zu geben.

Wir kooperieren mit DEXIMED, der Online-Enzyklopädie für Hausärzte:

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Das ist Neu:

Institut für hausärztliche Fortbildung - IHF

Ziel ist es, eine strukturierte und auf die hausärztliche Praxis zugeschnittene Fortbildungen zur Verfügung zu stellen, um hausärztliche Versorgungsqualität auf hohem medizinischem Niveau zu sichern.

HzV-Kompetenzteam in Hessen

Antworten auf Ihre Fragen und Unterstützung zur HzV

Tel.: 06190-8089763 (Mo.-Fr. 08:30-17:00 Uhr)
 

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