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Pressestatement

Berlin, 20.01.2023. – Zu den heutigen Äußerungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) bezüglich der ambulanten Notfallversorgung erklärt der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Dr. Markus Beier:

„Die Hausärztinnen und Hausärzte haben mit ihren Praxisteams insbesondere in den vergangenen Jahren bis zum Umfallen gearbeitet – viele auch nach Praxisschluss und am Wochenende – um die Patientenversorgung sicherzustellen und so die Krankenhäuser vor einem Kollaps zu bewahren. Jetzt zu behaupten, dass die Krankenhäuser die mangelnde Versorgungsleistung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte ausgleichen müssen, ist unverschämt und deckt sich nicht mit der Realität. Die Hausärztinnen und Hausärzte haben ihre Aufgabe übererfüllt und tun dies auch weiterhin. Ohne den hausärztlichen Schutzwall sähe es in den Kliniken zappenduster aus. Klar muss aber sein: Auch die Ressourcen der Hausärztinnen und Hausärzte sind endlich.


Die Kolleginnen und Kollegen sowie das Pflegepersonal in den Krankenhäusern machen einen hervorragenden Job und arbeiten unter hohem Druck. Allerdings kämpfen die Krankenhäuser mit massiven Strukturproblemen, gerade auch im Bereich der Notfallversorgung. Trotz üppiger Finanzhilfen haben sie diese bisher nicht in den Griff bekommen. Hier liegt das eigentliche Versäumnis. Leidtragende sind die Patientinnen und Patienten und das Krankenhauspersonal. Zur Wahrheit gehört in diesem Zusammenhang auch, dass viele Krankenhäuser in der Vergangenheit ihre Notaufnahmen genutzt haben, um bei Bedarf ihre Betten zu füllen. Mit dem Finger auf die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte zu zeigen, ist daher vollkommen fehl am Platz.


Womit die DKG recht hat, ist, dass durch eine bessere Koordination der Patientinnen und Patienten die Notaufnahmen in den Krankenhäusern entlastet sowie medizinisch nicht notwendige Krankenhauseinweisungen verhindert werden könnten. Diese Koordination kann nur durch die Hausarztpraxis erfolgen. Die Evaluationen der Verträge zur Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) belegen dies eindeutig. Von einer weiteren Stärkung der HZV profitieren also nicht nur die Patientinnen und Patienten, sondern auch die Krankenhäuser massiv.“

 

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