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HZV in Hessen: „Alte Hasen“ treffen Neustarter zum Erfahrungsaustausch

Sowohl bei den Hausärztinnen und Hausärzten als auch bei den Patientinnen und Patienten verzeichnet die Hausarztzentrierte Versorgung starke Zuwächse. Darauf hat Christian Sommerbrodt, erster Vorsitzender des Hausärzteverbandes Hessen e. V., bei einem Treffen besonders erfolgreicher HZV-Teilnehmer mit Neustartern in Mörfelden-Walldorf hingewiesen. Dabei ging es um einen Erfahrungsaustausch – und auch um die Möglichkeiten, die der neue TK-Vertrag bietet.

Mörfelden-Walldorf, 29. Juni 2024. Wie motiviere ich mein Team für die HZV? Über welche Kanäle gelingt es, meine Patientinnen und Patienten für HZV zu begeistern? Wie läuft das mit der Einschreibung? Auf Fragen wie diese bekamen HZV-Neustarterinnen und -Neustarter bei einem Treffen mit Praxen, die diese besondere Versorgungsform für Patientinnen und Patienten schon erfolgreich leben, eine Antwort. Das HZV-Team und die Hausärztliche Servicegesellschaft Hessen (HSGH) hatten zum alljährlichen Erfahrungsaustausch nach Mörfelden-Walldorf geladen: „Viele Praxen sind schon länger dabei, andere sind gerade erst sehr erfolgreich gestartet. Beste Voraussetzungen, um voneinander zu lernen und von guten Beispielen zu profitieren“, hieß es in der Einladung.

Hessen bei der HZV auf Platz 3 der Neueinschreibungen

Mit dabei: Christian Sommerbrodt. Der erste Vorsitzende des Hausärzteverbandes Hessen hatte Zahlen im Gepäck: Hessenweit sind inzwischen mehr als 11 Prozent aller Versicherten in die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) eingeschrieben. Damit liegt das Bundesland bei der HVZ jetzt auf Platz drei der Neueinschreibungen in Deutschland. „Sowohl bei den Hausärztinnen und Hausärzten als auch bei den Patientinnen und Patienten verzeichnet das nachweislich bessere Versorgungssystem starke Zuwächse“, sagte Sommerbrodt. So sei die Zahl der HZV-Versicherten in Hessen von 488.764 im ersten Quartal 2023 auf 612.283 im zweiten Quartal 2024 gestiegen. Und die Zahl der teilnehmenden Hausärzte liege inzwischen bei mehr als 1.300. 

Hausarztprogramme stärken Rolle der Hausarztpraxen

 „Hausarztprogramme stärken die Rolle der Hausarztpraxen und tragen so dazu bei, dass die hausärztliche Versorgung vor Ort auch in Zukunft gesichert ist“, betonte der Hausarzt aus Wiesbaden, der in seiner Praxis schon lange HZV anbietet. „Die HZV bietet eine transparente Vergütung und entlastet so unsere Praxisteams von unnötiger Bürokratie, so haben wir mehr Zeit für die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten“, erklärt er. „Mitmachen lohnt sich auf jeden Fall – sowohl für Hausärztinnen und Hausärzte als auch für Patientinnen und Patienten“, so sein Fazit.

Diskussion über den neuen TK-Vertag: „Modern und innovativ“

Als einer der modernsten Verträge Deutschlands gilt der Vertrag zur Hausarztzentrierten Versorgung, den die Techniker Krankenkasse und die Hausärztinnen- und Hausärzteverbände mit Wirkung zum 1. Juli weiterentwickelt haben. „Dieser Vertrag wird seine Strahlkraft auch auf andere HZV-Verträge entfalten“, betonte Sommerbrodt. Neben einer spürbaren Entbürokratisierung der Versorgung liegt ein Fokus des Vertrages auf der Implementierung von Versorgungsinnovationen. So erhalten teilnehmende Hausärztinnen und Hausärzte den so genannten Innovationszuschlag anteilig bereits ab dem Nachweis des ersten innovativen Strukturmerkmals.

Innovationszuschlag weiterentwickelt

Dabei handelt es sich beispielsweise um die Bereitstellung online buchbarer Termine sowie die Anwendung eines AMTS-Moduls (Arzneimitteltherapiesicherheit) oder eines Impfmanagement-Moduls im Praxisverwaltungssystem. Teilnehmende Praxen müssen melden, welche Strukturmerkmale sie erfüllen. Außerdem wird das Engagement von Arztpraxen für Nachhaltigkeit finanziell gewürdigt: Praxen, die das Siegel "Nachhaltige Praxis - Klima. Umwelt. Mensch" vorweisen, das von aQua-Institut und der Techniker Krankenkasse (TK) entwickelt wurde, werden zukünftig ebenfalls über den Innovationszuschlag gefördert.

Den Abschluss bildete ein Abendessen – und es wurde weiter diskutiert. Bereits im September ist ein ähnlicher Erfahrungsaustausch in geplant.