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Pressemitteilung vom 19.7. 2022

TI-Konnektoren:
Hausärzteverband fordert Erstattung der Kosten für Tausch

Mehr als 130.000 Konnektoren, die Arztpraxen mit der Telematik-Infrastruktur (TI) verbinden, verlieren in den kommenden Monaten die erforderliche Zertifizierung. Die an sich funktionsfähigen Konnektoren müssen ausgetauscht werden. Hessens Hausärztinnen und Hausärzte fordern, dass die Krankenkassen für die Kosten aufkommen.

Hattersheim, 19. Juli 2022. Als inakzeptabel bezeichnet der Vorsitzende des Hessischen Hausärzteverbands, Armin Beck, die Tatsache, dass die Finanzierung des in naher Zukunft notwendigen Austausches von Konnektoren für den Anschluss an die TI noch immer nicht geklärt ist. „Wir fordern eine umgehende Zusage der Krankenkassen, die entstehenden Kosten komplett zu übernehmen“, so Beck.

Selbstzerstörungsmodus nach fünf Jahren Laufzeit

Viele Praxen müssen bereits in wenigen Monaten ihre Konnektoren austauschen. Der Grund: Die Geräte sind so programmiert, dass das für den Betrieb erforderliche Zertifikat jeweils nach fünf Jahren automatisch abläuft. „Aufgrund dieses Selbstzerstörungsmodus sind das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarten, die eAU oder der Versand von KIM-Nachrichten nicht mehr möglich“, erklärt Beck. „Und das alles nur, weil man bei der Gematik vergessen hat, auf eine Karten-Lösung zu setzen, wie sie beispielsweise bei den Lesegeräten für die Versichertenkarte üblich ist“, kritisiert Beck.

Funktionsfähige Geräte landen auf dem Elektroschrott

„In Zeiten, in denen Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, ist allein schon die Tatsache, dass in deutschen Arztpraxen in den kommenden zwei Jahren tausende, an sich völlig funktionsfähige Geräte durch identische mit einem neuen Ablaufdatum ersetzt werden, ein Skandal“, sagt Beck. „Die alten Geräte landen auf dem Elektroschrott, nachdem wir sie teils unter zusätzlichem finanziellen Aufwand aufgerüstet haben, um praxisuntaugliche Dinge wie die elektronische Patientenakte oder den Zeitfresser Notfalldatensatz bedienen zu können“, so der Vorsitzende des Hessischen Hausärzteverbands.  

Dies sei umso unverständlicher, als es nach derzeitiger Planung keine drei Jahre dauern wird bis die ausgetauschten Konnektoren ebenfalls auf dem Müll landen.

Software-Lösung ab 2025 geplant

Denn ab dem Jahr 2025 soll auf derartige Geräte zugunsten einer reinen Software-Lösung verzichtet werden. Nach wie vor wissen die Praxen, die unter der Androhung von Honorarabzügen zu einer Zeit, als die Geräte noch keinerlei sinnvolle Funktion besaßen, zur Installation der Konnektoren gezwungen wurden, noch immer nicht, wer die Kosten für den Geräteaustausch tragen wird.

Kontakt:

Armin Beck (v. i. S. d. P.)

Hauärzteverband Hessen e. V.

Hofheimer Straße 16a

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Tel.:    0 6190 974 3470

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